Ausdauerdreikampf

Der Ausdauerdreikampf, kurz A3K, war eine Variante des Triathlons, die in der Deutschen Demokratischen Republik betreiben wurde. Er besteht wie der klassische Triathlon aus den Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen und ist auch sonst weitestgehend identisch. Die größten Unterschiede waren ideologischer Natur.

Entwickelt wurde die Sportart von Sportlern aus der Deutschen Demokratischen Republik, die in den 1970er Jahren vom Aufkommen des Triathlons in den Vereinigten Staaten von Amerika erfuhren. Da die Sportart aber als amerikanisch und westlich angesehen wurde, konnte sie nicht direkt übernommen werden. Doch auch in der Tschechoslowakei wurde die Sportart immer beliebter und schon in den 1980er Jahren wurden dort Wettkämpfe veranstaltet.

In der Deutschen Demokratischen Republik sollte es noch bis ins Jahr 1984 dauern, bis mit dem 1. Leipziger Ausdauerdreikampf der erste Triathlon oder eben Ausdauerdreikampf stattfand. Von diesem Moment an war die Entwicklung der Sportart nicht mehr aufzuhalten. Die Verwendung des Begriffs Triathlon wurde aber in der Anfangszeit untersagt. Trotzdem wurde der Begriff so häufig verwendet, dass auch in der Deutschen Demokratischen Republik nach wenigen Jahren kaum mehr vom Ausdauerdreikampf, sondern vom Triathlon die Rede war. Nach der Wende ist der Begriff fast gänzlich verschwunden.